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Gewitter

Gewitter bieten außer dem Blitzschlag je nach Stärke eine ganze Reihe möglicher Gefahren. Neben den Sturm- oder Orkanböen können Hagel und Starkregen ein Gewitter begleiten. Sogar Windhosen (Tornados) treten in Deutschland etwa 10 Mal pro Jahr auf.

Direkter Blitzschlag kann Brände auslösen. Außerdem erzeugt Blitzschlag
Überspannungsstöße, die zu erheblichen Schäden an elektronischen Geräten führen. Also am besten: Stecker raus!

Zieht ein Gewitter auf, sollte man im Haus oder in einem Kraftfahrzeug Schutz suchen. Bleiben Sie fern von Fenstern und vermeiden Sie Telefongespräche. Sind die Wasserleitungen des Gebäudes nicht ordnungsgemäß geerdet, dann nehmen Sie während eines Gewitters kein Bad oder duschen Sie nicht.

Lässt sich ein Aufenthalt im Freien bei Gewitter nicht vermeiden, suchen Sie in einer Mulde Schutz. Nicht auf den Boden legen, sondern in die Hocke gehen. Die Füße dicht nebeneinander stellen und die Knie mit beiden Armen umfassen. Denn Gefahr geht nicht nur vom direkten Blitzeinschlag, sondern auch vom Blitzstrom aus. Dieser breitet sich etwa 30 Meter um den Einschlagpunkt des Blitzes herum im Erdreich aus. Je breitbeiniger man steht, desto höher ist die so genannte Schrittspannung, die den gefährlichen Blitzstrom durch den Körper treibt. Daher sollten die Füße dicht beieinander stehen und möglichst wenig Körperteile den Boden berühren.

Gefährliche Orte sind einzelne Bäume und Baumgruppen, Hügel, Aussichtstürme, Masten, Metallzäune oder Gitter. Besonders im Sommer: Bei Gewitter sofort raus aus dem Wasser, auch wenn das Gewitter noch weiter entfernt scheint!

Wer mit dem Fahrrad oder Motorrad unterwegs ist, sollte die Tour unterbrechen und das Zweirad mindestens 10 Meter entfernt abstellen.

Ein Blitzschlag verursacht meist schwere Verbrennungen; auch Lähmungen, Atemstillstand, Gehirnschäden und Bewusstseinsstörungen können eintreten. Bis ärztliche Hilfe eintrifft, können sich Ersthelfer ruhig um den Verletzten kümmern. Für sie besteht generell keine Gefahr, denn der Blitzstrom entweicht in maximal zwei Sekunden aus dem Körper.

Gebäude- und Hausratversicherungen schließen den durch direkten Blitzeinschlag entstandenen Schaden üblicherweise ein. Die meisten Beschädigungen entstehen jedoch durch Überspannung - beispielsweise in Folge eines Einschlages in der Nähe, der dann über eine Stromleitung ins Haus gelangt. Diese so genannten Überspannungsschäden übernehmen Versicherungen meist nur dann, wenn eine Zusatzvereinbarung getroffen wurde.